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Die zwei Seiten einer Medaille: Der 5. Todestag von Hauptmann Markus Matthes

Robert Harting mit der Goldmedaille bei der Siegerehrung. Foto: DPAGrößere Abbildung anzeigen
Robert Harting mit der Goldmedaille bei der Siegerehrung. Foto: DPA

Berlin. Es war eine noble Geste, und sie hat gezeigt, wie dicht bei der Bundeswehr Triumph und Katastrophe dieser Tage zusammen lagen – beide Seiten der Medaille, sozusagen. Mit einem spektakulären Wurf über 68,97 Meter hatte der Diskuswerfer und Sportsoldat Robert Harting am 30. August 2011 in Daegu (Südkorea ) seinen Weltmeistertitel verteidigt. Und sagte in die Kamera der ARD: „Ich möchte dieses Gold auch jemandem widmen und zwar Markus Matthes. Das ist ein Kamerad, der im Mai in Afghanistan gefallen ist. Ich weiß, dass du zuguckst.“

Hauptmann Markus Matthes, Angehöriger der Division Spezielle Operationen und stationiert in Stadtallendorf, ist am 25. Mai 2011 in seinem Fuchs in der Nähe von Kundus auf Patrouille gewesen und von einem Sprengsatz getötet worden. Wenige Wochen zuvor erst hatte er einen schweren Anschlag leicht verletzt überstanden. Markus Kneip, damals als Generalmajor Befehlshaber im RC North, hielt drei Tage nach dem verheerenden Hinterhalt die Trauerrede auf Hauptmann Matthes – und wurde nur Stunden später selbst bei einem Anschlag schwer verwundet.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) verneigt sich vor dem Sarg von Hauptmann Markus Matthes von der Division Spezielle Operationen aus Stadtallendorf. Foto: DPAGrößere Abbildung anzeigen
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) verneigt sich vor dem Sarg von Hauptmann Markus Matthes von der Division Spezielle Operationen aus Stadtallendorf. Foto: DPA

Der Bundesvorsitzende Oberstleutnant André Wüstner: „An diesem Tag halten wir inne und gedenken unseres Kameraden Markus Matthes, unsere Gedanken und Gebete sind bei seinen Angehörigen. Wir werden unsere gefallenen Kameraden niemals vergessen, und wir wissen, was wir ihnen schuldig sind: Wir müssen die Lehren aus diesen düsteren Jahren in Afghanistan ziehen, wir müssen dafür sorgen, dass Politik die Konsequenzen aus diesen Lehren zieht. Egal, was das kostet. Die Leben unserer Männer und Frauen sind ohnehin unbezahlbar.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 25.5.2016


 
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