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Seismograph und Denkfabrik: Bundeswehr-Zentrum wird 60

Wappen des Zentrums für Innere Führung. (Quelle: ZInFü)Größere Abbildung anzeigen
Wappen des Zentrums für Innere Führung. (Quelle: ZInFü)

Wie sollen Offiziere mit Tod und Trauer umgehen? Welche Rechte haben Soldaten in Auslandseinsätzen? Antworten auf solche Fragen versuchen Lehrgänge im Zentrum Innere Führung der Bundeswehr zu geben.

An diesem Donnerstag (30. Juni) feiert die Einrichtung in Koblenz, die eine Außenstelle in Strausberg (Märkisch-Oderland) hat, ihren 60. Geburtstag. Kommandeur Zentrum Innere Führung Generalmajor Reinhardt Zudrop lädt zum Festakt, zu dem auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und DBwV-Chef André Wüstner ihr Kommen angekündigt haben.

Das Bundeswehr-Zentrum bildet militärisches Führungspersonal aus und ist die zentrale Einrichtung für die Weiterentwicklung des Konzepts der so genannten Inneren Führung - als Führungsphilosophie der Bundeswehr und als Verhaltenslehre für die Soldaten. Dabei geht es etwa um Rechtsfragen, politische Bildung und das Verhältnis der Streitkräfte zu Staat und Gesellschaft. Die Einrichtung gilt als Seismograph für die Stimmung in der Truppe und als Denkfabrik für Strategien der Bundeswehr.

Struktur des Zentrum Innere Führung. (Quelle: ZInFü)Größere Abbildung anzeigen
Struktur des Zentrum Innere Führung. (Quelle: ZInFü)

Das Zentrum bietet nach eigenen Angaben 35 verschiedene Lehrgänge an. Insgesamt laufen jedes Jahr 240 Schulungen am Hauptsitz Koblenz und in der Außenstelle in Strausberg bei Berlin. 12 000 Soldaten und zivile Mitarbeiter besuchen jährlich diese Kurse, vom Mannschaftsdienstgrad bis zum General. Die 166 Mitarbeiter am Zentrum setzen sich zusammen aus 43 zivilen Angestellten und 123 Soldaten. 34 davon sind Dozenten.

Gegründet wurde das Zentrum im Oktober 1956 zunächst als Schule der Bundeswehr für Innere Führung. Die Dozenten reisten bundesweit herum zu Kasernen - es gab zunächst noch keine eigenen Lehrräume. Das wunderte auch den damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU). Vermutlich mit seiner Unterstützung konnte bereits im Februar 1957 der Lehrbetrieb im heutigen Koblenzer Hauptgebäude beginnen.

1981 benannte sich die Schule in Zentrum Innere Führung um. Nach dem Mauerfall bildete es Offiziere der ehemaligen Nationalen Volksarmee aus - als Beitrag zur Schaffung der «Armee der Einheit». 1993 begannen die Schulungen von Führungspersonal bei Auslandseinsätzen. Ein Jahr später kam die Außenstelle Strausberg dazu.

Koblenz ist die dritte Station der diesjährigen Sommerreise der Verteidigungsministerin. Vom 29. Juni bis zum 18. August 2016 besucht sie 17 Dienststellen der Bundeswehr, um vor Ort einen Eindruck über Aufgaben, Personallage und Ausrüstung zu gewinnen.

Hier geht es zur Simpleshow Innere Führung...

(Quellen: dpa, Bundeswehr)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 28.6.2016


 
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