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60 Jahre Mut und Zuversicht

Bundesvorsitzender Oberstleutnant André Wüstner
Bundesvorsitzender Oberstleutnant André Wüstner

Unser Verband wird 60 Jahre alt. Wir haben allen Grund, mit Stolz, Freude und Zufriedenheit auf den DBwV zu sehen. In den sechs Jahrzehnten seiner Existenz hat er wesentlich zum Aufbau und Funktionieren der Bundeswehr beigetragen. Ohne unseren DBwV gäbe es die heutigen sozialen Rahmenbedingungen der Einsatzarmee Bundeswehr nicht. Die Stimme der Menschen der Bundeswehr hat Gewicht in der politischen Meinungs- und Entscheidungsfindung, weil wir als starke, kompetente und glaubwürdige Interessenvertretung agieren. Basis für alles sind unsere lebendigen Kameradschaften, die den ehemaligen wie aktiven Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Beschäftigten nicht nur eine Heimat, sondern auch eine effektive Wirkungsstätte für das Wohl der Menschen unserer Bundeswehr bieten. Unser gemeinsamer Erfolg hat zwei Schlüssel.

Zum einen verfügen wir über eine reiche Verbandstradition, die von soldatischem ebenso wie solidarischem Denken und Fühlen geprägt ist. Zum anderen sind wir im Besitz der seltenen Fähigkeit, mit der hohen Dynamik veränderter Rahmenbedingungen und der steten Transformation unserer Bundeswehr mehr als nur Schritt zu halten. Wir sind hier meist einen Schritt voraus und wissen genau, was zu tun ist, damit unser Land über eine nachhaltig schlagkräftige Bundeswehr verfügt, die fest in unserer Gesellschaft verankert ist. Eine effektive Verbandsorganisation allein genügt dafür allerdings nicht. Es sind die Vielfalt und der daraus entstehende Geist unserer zweihunderttausend Mitglieder, auf die es ankommt. Wir sind gesegnet mit einer enormen Menge an Wissen, Ideen, Motivation, Kameradschaft sowie Solidarität – und es gelingt uns, diesen Reichtum gemeinsam zum Tragen zu bringen. Das befähigt uns, mit den vielfältigen Herausforderungen umzugehen und im Gegensatz zu vielen anderen Verbänden zu agieren, anstatt zu reagieren.

Ich bin Mitglied im DBwV – wie so viele andere auch – weil mein erster Spieß mir die Mitgliedschaft ganz zu Beginn meiner Laufbahn nahelegte: Als Soldaten der Panzergrenadiertruppe kennen wir die Bedeutung der „kleinen Kampfgemeinschaft“, als Soldaten der Bundeswehr hingegen die der „großen“ in der Hauptstadt: unsere Berufsvertretung. Fürsorgeverpflichtung und gegenseitiges Treueverhältnis hin oder her – ohne den DBwV geraten wir in der Politik ins Hintertreffen, erklärte uns unser Spieß und referierte knackig über Streitkräfte in der Demokratie. Als Zugführer im Kosovo musste ich dann erfahren, wie traumatisierte Soldaten durch die Lücken der damaligen Einsatzversorgung und das Netz der staatlichen Fürsorge fielen. Wer half den Kameraden direkt? Wer erzeugte erfolgreich Problembewusstsein in der Politik und erreichte schließlich gesetzliche Verbesserungen? Der DBwV und sonst niemand. Mit meiner Kompanie in der Einsatzvorbereitung für Afghanistan dann erneut: Wer stand uns und unseren Familien selbst in schwierigsten Situationen zur Seite? Wieder der DBwV. Und so habe ich mein persönliches „Wozu DBwV?“ erlebt und beantwortet bekommen.

Wenn es uns auch zukünftig gelingt, von Generation zu Generation die Notwendig- sowie Sinnhaftigkeit der DBwV-Gemeinschaft zu erläutern und „Wozu DBwV?“ nicht nur abstrakt, sondern unmittelbar erlebbar zu machen, dann dürfen wir uns sicher sein: Der Deutsche BundeswehrVerband hat nicht nur eine beeindruckende Geschichte, sondern eine sehr gute und weiterhin erfolgreiche Zukunft. Wie bisher dürfen wir niemals verharren, sondern sollten unseren Verband immer weiterentwickeln und an veränderte Rahmenbedingungen anpassen. Das liegt in der Verantwortung eines jeden Mitglieds und Mandatsträgers, die seit nunmehr 60 Jahren hervorragend gelebt wurde und weiter gelebt werden wird. Damit stehen wir gegenüber unseren Gründern, unseren Vorgängergenerationen, aber auch unseren Nachfolgern in einer vornehmen Pflicht, die wir weiterhin mit Stolz, Freude, Kraft und Dankbarkeit erfüllen werden. Geleitet von dem Grundsatz, dass nicht du, ich, ihr oder sie, sondern WIR alle der DBwV sind und gemeinsam mutig und voller Zuversicht gestalten, statt zu verwalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 14.7.2016


 
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