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Deutsche Soldaten in Mali beschossen: Jetzt AVZ erhöhen!

Soldaten der Bundeswehr sind im westafrikanischen Mali im Rahmen der UN Mission MINUSMA stationiert. Foto: dpaGrößere Abbildung anzeigen
Soldaten der Bundeswehr sind im westafrikanischen Mali im Rahmen der UN Mission MINUSMA stationiert. Foto: dpa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Berlin. Er gilt als derzeit gefährlichster Einsatz der Bundeswehr, wenn nicht als gefährlichster UN-Einsatz überhaupt– mit Recht: Gestern sind erstmals deutsche Soldaten der UN-Mission MINUSMA in Mali beschossen worden. Kräfte der Aufklärungskompanie mussten nördlich von Gao ungeplant halten, als sie aus einer Ortschaft heraus mit einer vermutlich großkalibrigen Handfeuerwaffe unter Feuer genommen wurden. Niemand wurde verwundet, es entstand kein Sachschaden, alle deutschen Soldaten kehrten ins Camp Castor zurück.

Der Angriff kam für niemanden überraschend. Immer wieder werden die internationalen MINUSMA-Truppen in Mali gezielt angegriffen, mehr als 80 Blauhelmsoldaten und UN-Polizisten sind bereits gefallen. Auch die Ausbildungsmission EUTM ist gefährlicher geworden: Seit März 2016 ist das Mandatsgebiet ausgeweitet – jetzt gehören auch Teile des als unruhig geltenden Nordens dazu. Der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbands, Oberstleutnant André Wüstner, besucht regelmäßig die Truppe in Westafrika, zuletzt im April dieses Jahres. Sein Schwerpunkt immer wieder: Fragen der Sicherheitslage und des Schutzes. Bereits unmittelbar nach seinem Besuch forderte er, den Auslandsverwendungszuschlag anzuheben. Eine Forderung, die er in vielen Gesprächen mit dem BMVg, mit Parlamentariern und der Verteidigungsministerin erhoben hat, und die er auch heute wiederholt: „Wer sich mit der enormen Bedrohungslage in Mali auseinandersetzt, erkennt, dass die Festsetzung des AVZ auf Stufe 6 erfolgen muss. Alles andere ist den Soldatinnen und Soldaten nicht vermittelbar.“

Das sehen die zuletzt nach Mali gereisten Verteidigungspolitiker und Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold (SPD), Henning Otte (CDU) und Florian Hahn (CSU) ebenso. Hahn sagte heute: „Die Ereignisse von Gao belegen, wie gefährlich diese Mission tatsächlich ist. Es gibt keinen Grund, weiter zu zögern: Der AVZ sollte jetzt schnellstmöglich einheitlich auf Stufe 6 festgelegt werden.“

Hoffen wir, dass die Ressortabstimmung zu diesem Thema schnell und in unserem Sinne erfolgen wird. Unsere Kameradinnen und Kameraden vor Ort haben es mehr als verdient!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 12.7.2016


 
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