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Was das Heer bewegen kann

„Das Heer im Einsatz“. Foto: dpaGrößere Abbildung anzeigen
„Das Heer im Einsatz“. Foto: dpa

Neue Herausforderungen für die größte Teilstreitkraft – zu diesem Thema lud die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in das Unteroffizierheim der Rommelkaserne in Dornstadt: Generalleutnant Carsten Jacobson, Kommandeur Einsatz und Stellvertretender Inspekteur des Heeres, hielt vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Großwetterlage einen Vortrag über „das Heer im Einsatz“.

Der Gastgeber des Abends, die Gesellschaft für Sicherheitspolitik, ist als überparteilicher Verein mit rund 6500 Mitgliedern eine feste Größe in der öffentlichen Diskussion über Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Die GSP macht sich vor allem stark für die Erhaltung der allgemeinen Verteidigungsbereitschaft unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Streitkräfte, für die Förderung und Vertiefung des Verständnisses für die Innere Einheit Deutschlands, für die Integration in die Europäische Union, für die transatlantische Partnerschaft und für die Wahrnehmung der Aufgaben der Vereinten Nationen.

Mit Jacobson hatte sich die GSP einen kompetenten Vortragsredner eingeladen: Der 1955 geborene Hamburger ist seit dem 16. Juli 2015 Kommandeur Einsatz und Stellvertretender Inspekteur Heer beim Kommando in Strausberg und war 2014 bis 2015 stellvertretender Kommandeur der ISAF/RSM in Kabul, Afghanistan. Er stellte in seiner Rede fest, dass die Beschaffungsprogramme der Streitkräfte bis zur Einsatzbereitschaft rund 15 Jahre dauerten. Wer aber habe vor 15 Jahren gewusst, was die Bundeswehr heute benötigt? Das Ziel müsse deshalb sein, hochflexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.

Neben Mitgliedern der Panzerkameradschaft Dornstadt und der GSP nahm auch DBwV-Vize Hauptmann Andreas Steinmetz an der Abendveranstaltung teil: „Ein Vortrag mit Mehrwert, in dem die gegenwärtige Situation des Heeres treffend beschrieben wurde. Es wurde deutlich, dass Beschaffungsprogramme schneller zur Einsatzreife geführt werden müssen und die Wiedererlangung von aufgegebenen Fähigkeiten nur schwer, wenn überhaupt, zu erreichen ist.“

Hintergrund:
Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik wurde am 5. Januar 1952 als „Gesellschaft für Wehrkunde“ (GfW) gegründet. Nach der Wiedervereinigung erfolgte 1990 die Umbenennung in „Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik“ (GfW). Seit dem 7. Oktober 2014 trägt die sicherheitspolitische Vereinigung den Namen „Gesellschaft für Sicherheitspolitik“ (GSP).
Derzeitige Präsidentin der GSP ist die SPD-Politikerin Ulrike Merten, von 2005 bis 2009 Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag. Von Oktober 2002 bis Mai 2005 war Merten stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe für Sicherheitsfragen in der SPD-Bundestagsfraktion. Der Deutsche BundeswehrVerband wird im Kuratorium des GSP durch die Ehrenvorsitzenden Oberst a.D. Ulrich Kirsch und Oberst a.D. Bernhard Gertz vertreten.

BS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 26.7.2016


 
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