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Auf der Suche nach Lösungen

"Die europäische Verteidigung" ist das große Thema in den Panels. Foto: DBwVGrößere Abbildung anzeigen
"Die europäische Verteidigung" ist das große Thema in den Panels. Foto: DBwV

In diesen Tagen findet die Berliner Sicherheitskonferenz (BSC) unter dem Motto
"Europa in Gefahr – welche sind unsere Antworten auf die gemeinsamen Bedrohungen?" statt. Das Thema wählte das diesjährige Partnerland Frankreich aufgrund der Pariser Anschläge vor einem Jahr, die auch die letzte BSC überschatteten.

Dem französischen Botschafter in Berlin, S.E. Philippe Étienne, kommt es darauf an, zu erörtern, wie sich die europäischen Länder gemeinsam erfolgreich gegen die Gefahren in Europa und an seinen Grenzen wehren können. Auf der zweitätigen Veranstaltung diskutieren Spitzenmilitärs außerdem die Frage, wie Europa unter dem vielfältigen Druck die innere und äußere Sicherheit zurückgewinnen und ins Gleichgewicht bringen kann. Über die europäische Verteidigung diskutieren General Petr Pavel, Vorsitzender des Nato-Militärausschusses, Admiral Philippe Coindreau, stellvertretender Generalstabschef der französischen Streitkräfte, General Gordon Messenger, stellvertretender britischer Generalstabschef, und Generalleutnant Markus Kneip, Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr.

Das Thema „Terrorismus in Europa – wie wehren wir uns wirksam
dagegen?" diskutieren unter dem Vorsitz von Ioan Mircea Paşcu, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und ehemaliger rumänischer Verteidigungsminister, unter anderem Andrey Kelin, Direktor für europäische Zusammenarbeit im russischen Außenministerium, Botschafterin Susan M. Elliott, zivile Stellvertreterin des Kommandeurs vom United States European Command, und Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages.

Es brauche eine verbesserte Zusammenarbeit, so Hauptmann Andreas Steinmetz (2.v.l.) auf der diesjährigen BSC. Foto: DBwVGrößere Abbildung anzeigen
Es brauche eine verbesserte Zusammenarbeit, so Hauptmann Andreas Steinmetz (2.v.l.) auf der diesjährigen BSC. Foto: DBwV

Auch DBwV-Vize Hauptmann Andreas Steinmetz, Emmanuel Jacob, Präsident der europäischen Organisation der Militärverbände (EUROMIL), sowie sein Vize Jörg Greiffendorf nehmen an den hochkarätigen Panels teil.

Steinmetz: „Im Unterschied zur Münchner Sicherheitskonferenz mit vielen politischen Entscheidungsträgern ist die BSC eine Konferenz mit Personen, die in konkreten Projekten für die Zusammenarbeit und deren Weiterentwicklung in Verantwortung stehen. Dies bietet die Möglichkeit einer genauen Beschreibung der aktuellen Situation und des Aufzeigens notwendiger weiterer Schritte.
Wir benötigen Antworten auf die Frage: Was ist zu tun, um den konkreten Bedrohungen zu begegnen? Bei allen Vorschlägen zur besseren Abstimmung geht am Ende aber nichts ohne fähiges und motiviertes Personal mit ausreichend einsatzfähiger Ausrüstung und Munition.“

Um Ressourcen für mehr Schlagkraft freizusetzen, brauche es eine verbesserte Zusammenarbeit, so Steinmetz weiter: „Sichtbar wird dies in vielen Bereichen und Projekten in der SKB. Ein gutes Beispiel außerhalb der SKB ist der Ansatz, die Regularien der militärischen Luftfahrt durch das Luftfahrtamts der Bundeswehr mit den europäischen Partnern abzustimmen.“

Hintergrund:
Die Berliner Sicherheitskonferenz ist als internationale Kongressmesse eine der größten Veranstaltungen zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa. Sie ist in jeder Beziehung unabhängig und im Herbst jeden Jahres seit 2001 in Berlin obligatorischer Treffpunkt für nationale wie internationale Teilnehmer. Mehr als 100 renommierte Sprecher aus Politik, Militär, Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft kommen dabei zu Wort. Im letzten Jahr waren die USA Partner, in den vergangenen Jahren traten als Partnerländer unter anderem Russland und Großbritannien in Erscheinung. (Quelle BSC)
BS

Letzte Änderung am 30.11.2016


 
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